Hunde-Op Versicherung Vergleich

Unterschied Hundekrankenversicherung und Hunde-OP Versicherung?

Um eine bessere Entscheidung treffen zu können, welche Art von Hundeversicherung die bessere Lösung ist, fragen sich viele nach dem Unterschied Hundekrankenversicherung und Hunde-OP Versicherung.

Grundsätzlich ist die Hundekrankenversicherung auf jeden Fall der umfangreichere Versicherungsschutz, denn diese beinhaltet in der Regel automatisch auch alle Leistungen einer Hunde-OP Versicherung, kostet aber auch mindestens das Doppelte.
Während die Hunde-OP Versicherung Ihren Schwerpunkt auf Kostenübernahme einer Operation legt, kommt die Hundekrankenversicherung auch für ganz normale Tierarztbesuche auf, wenn Ihr Hund einfach nur krank ist.

Am deutlichsten wird der Unterschied zwischen einer Hundekrankenversicherung und einer Hunde-Op Versicherung an folgenden Beispielen sichtbar:


Kostenübernahme Hundekrankenversicherung:

  • Sie merken Ihrem Hund geht es nicht gut und Sie suchen einen Tierarzt auf. Dieser untersucht Ihren Hund, gegebenenfalls mit einer Blutuntersuchung und anschließendem Röntgen. Die Diagnose lautet: keine ernsthafte Angelegenheit. Ihr Hund muss für einige Tage Tabletten einnehmen und sollte dann wieder fit sein.
  • Ihr Hund hat etwas aufgefuttert, was endoskopisch aus dem Magen entfernt werden kann.
  • Ihr Hund leidet nach einer umfangreichen Diagnose unter eine Schilddrüsen Unterfunktion und muss nun laufend kontrolliert werden und regelmäßig Tabletten einnehmen
  • Ihr Hund muss geimpft werden – in der Regel wird dafür jährl. ein konkreter Betrag von der Versicherung zur Verfügung gestellt.
  • Nach einer umfangreichen Untersuchung stellt sich heraus, dass Ihr Hund operiert werden muss, mit einigen Tagen Aufenthalt in der Tierklinik und verschiedenen Nachuntersuchungen.

Mit der Hundekrankenversicherung haben Sie solche und viele weitere typische Fälle abgedeckt. Haben Sie „nur“ eine Hunde-Op Versicherung abgeschlossen, käme diese erst beim letzten Punkt zum Tragen.

Grenze zwischen Hunde-OP Versicherung und Hundekrankenversicherung

Nachfolgend nennen wir Ihnen ein Beispiel, wo der Knackpunkt zwischen beiden Versicherungen liegt:


Ihrem Hund geht es nicht gut und Sie suchen einen Tierarzt auf. Sie befürchten das Schlimmste. Ihr Hund wird aufwendig vom Tierarzt untersucht und einem MRT unterzogen. Anschließend erfahren Sie die Diagnose vom Tierarzt, die gleichzeitig darüber entscheidet, ob die Hunde-Op Versicherung bereits die aufwendigen Untersuchungskosten bezahlen muss, oder ob Sie diese selber tragen müssen, wenn Sie keine Hundekrankenversicherung abgeschlossen haben.

  1. Sie können aufatmen, Ihr Hund hat gottseidank nichts schlimmes. Er bekommt eine medikamentöse Therapie und sollte nach einigen Wochen wieder gesund sein. Wer keine Hundekrankenversicherung besitzt, muss nun alle entstandenen Kosten selber tragen.
  2. Ihr Hund muss unverzüglich operiert werden, einige Tage in der Tierklinik verbleiben und im Anschluss noch einmal untersucht werden, ob alles gut verlaufen ist. In diesem Fall übernimmt die Hunde-Op die entstandenen Kosten der letzten Voruntersuchung (außer Agila), der Operation selbst, den Aufenthalt in der Tierklinik und die Nachsorgebehandlungen innerhalb eines Zeitraums zwischen 12 – 15 Tagen nach der OP (je nach Versicherung)

Das zweite Beispiel ist ein typisches Bild für die Kostenübernahme einer separaten Hunde-Op Versicherung. Für die Kostenübernahme einer OP Versicherung muss der Hund nicht zwingend schwer krank sein, es reicht bereits aus, wenn z. B. ein Zahn unter Narkose gezogen werden muss. Wichtig ist immer nur, dass es den Bestandteil bzw. die Definition erfüllt, die erforderlich ist, um einen Leistungsanspruch gegenüber der Versicherung zu haben:

Es muss 1. ein chirurgischer Eingriff (mehr als nur punktförmig mit Durchtrennung der zweiten Gewebeschicht) 2. unter Narkose statt finden. Abgesehen davon muss es sich bei der Diagnose auch um einen versicherten Bestandteil handeln, denn beispielsweise angeborene Krankheiten sind weder in der Hunde-Op Versicherung noch in der Hundekrankenversicherung versichert.

Viele Hundehalter entscheiden sich für die Hunde-Op Versicherung

Hunde-Op Versicherung In der Regel gehen die meisten Hundehalter davon aus, dass Ihr Hund gesund bleibt, was sicherlich auch bei ca. dreiviertel aller Hunde der Fall sein wird. Doch jeder Hundehalter weiß auch um die hohen Kosten, die durch eine notwendige Operation auf ihn zukommen könnte, sei es durch Krankheit oder einen Unfall. Denn im Durchschnitt liegen die Tierarztkosten zwischen 2.000 und 3.000 Euro, die plötzlich von jetzt auf gleich bezahlt werden müssen, egal wie. Es sei denn, man entscheidet sich gegen eine Operation und stimmt einer möglichen Einschläferung zu, wenn die Diagnose dafür überhaupt ausreichend ist. Denn in der Regel darf ein Tierarzt z. B. keinen Hund einschläfern, nur weil dieser einen Kreuzbandriß hat. In solchen Fällen ist die Hunde-OP Versicherung vor allem eine preiswerte „Notfallversicherung“, die vielen Hunden bereits das Leben gerettet hat.

Fazit: Keiner von uns kann in die Zukunft blicken, deshalb muss jeder Hundehalter für sich selbst entscheiden, ob er einen Vollschutz in Form der Hundekrankenversicherung haben möchte, oder ob eine Hunde-Op Versicherung ausreichend ist, weil man sich nur für das kostenintensive OP-Risiko absichern möchte.


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