Hundeversicherung für Golden Retriever

Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) – Was ist das?

Sicher hat sich schon der ein oder andere Hundebesitzer gefragt, wie die Behandlungskosten auf der Tierarztrechnung zustande kommen und warum diese teilweise sehr stark voneinander abweichen können. Dies hat mit der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) zu tun. Denn nach dieser richten sich alle Tierärzte und schreiben ihre Rechnungen auf deren Grundlage. Für den Abschluss einer Versicherung sollte man zusätzlich jedoch noch wissen, was es mit den verschiedenen Gebührensätzen der GOT auf sich hat.

Was bedeutet „einfacher, zweifacher und dreifacher Satz der GOT“?

In der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) sind nicht nur die Kosten für konkrete Untersuchungen und Behandlungen oder für den Zeitaufwand einer Untersuchung/ Behandlung festgelegt, sondern auch die Ausnahmefälle, in denen der Tierarzt mehr als die angegebene Summe verlangen darf. Dieser „Grundbetrag“ ist der einfache Satz der GOT und wird normalerweise berechnet. Besonders auf dem Land rechnen Tierärzte und Tierkliniken fast immer nur nach dem einfachen Satz ab.
In vielen Fällen ist der Tierarzt aber durchaus berechtigt, den zwei- oder dreifachen Satz abzurechnen; dementsprechend werden die Kosten des einfachen Satzes mit zwei oder drei multipliziert. Bei der normalen Untersuchung mit Beratung beim Hund werden so aus 12,03€ nach dem einfachen Satz 24,06€ nach dem zwei- bzw. 36,09€ nach dem dreifachen Satz. Dass der dreifache Satz gewählt wird, kommt aber extrem selten vor.
Entscheidende Faktoren für die Wahl des Satzes sind unter anderem der Zeitaufwand, die Schwierigkeit der Leistungen (z.B. bei Komplikationen) oder auch der Zeitpunkt der Leistungserbringung. Muss Ihr Hund zum Beispiel an einem Feiertag zum Tierarzt, kann dieser einen höheren Satz berechnen. Auch der Wert des Tieres kann die Wahl eines anderen Satzes begründen.
Hinzu kommt leider auch, dass es in manchen Gegenden, vor allem in Großstädten, sowieso üblich ist, dass der Tierarzt standardweise den zweifachen Satz der Gebührenordnung berechnet.

Ein Fallbeispiel

Sie gehen am Wochenende mit Ihrem Hund eine Gassi-Runde. Da es Herbst ist und schon früh dunkel wird, sind Sie leider auch im Dunkeln im Feld unterwegs und sehen nicht, was Ihr Hund auf einmal am Wegesrand findet. Bevor Sie noch ein „Aus“ rufen können, hat Ihr Hund dieses Etwas bereits gefressen. Einige Zeit später hat Ihr Hund auf einmal blutigen Durchfall und scheint starke Schmerzen zu haben, Sie fahren also sofort mit Ihrem Tier zum Notdienst leistenden Tierarzt in Ihrer Umgebung. Dieser hat einen Verdacht auf eine Vergiftung mit Rattengift; höchstwahrscheinlich hat Ihr Hund einen Giftköder gefressen.
Mit der anschließenden Untersuchung und Behandlung kann Ihr Liebling gerettet werden, da rechtzeitig eingegriffen wurde, doch die Kosten belaufen sich schon nach dem einfachen Satz der GOT auf 75,01€ – ohne die benutzten Verbrauchsmaterialen wie zum Beispiel die Braunülen für die Infusion oder die verabreichten Medikamente, die gesondert aufgelistet werden.
Da der Fall jedoch an einem Wochenende geschah, ist der Tierarzt berechtigt, den zwei- oder dreifachen Satz zu berechnen: Also  kommen Sie somit auf eine Summe von 150,02€.

Warum Sie bei einem Versicherungsabschluss auf die GOT achten müssen

Bei den Versicherungen gibt es hin und wieder Unterschiede, welcher Satz der GOT zu wie viel Prozent versichert ist. Haben Sie eine Versicherung gewählt, die nur den einfachen Satz erstattet, bedeutet dies für Sie im Fallbeispiel, dass Ihre Versicherung nur 75,01€ zahlen würde – die restlichen 75,01€ müssten Sie selbst zahlen. Dies ist natürlich sehr ärgerlich; denn wenn man eine Versicherung abschließt, rechnet man ja meistens damit, dass dann auch die gesamten Kosten einer Behandlung übernommen werden. Wie Sie sehen, ist hier jedoch Vorsicht geboten!
Es lohnt sich also immer, ein wenig Zeit in den Vergleich der verschiedenen Versicherungsangebote zu investieren und sich genau zu überlegen, welchen Satz man gerne versichert haben möchte. Dann steigt natürlich auch der Beitrag, den man selbst für die Versicherung zahlen muss, doch man ist eben auch besser geschützt. Wenn Ihr Hund also einmal wirklich sehr krank werden sollte und der Tierarzt beispielsweise mit dem zweifachen Satz auf 2.000€ kommt, lohnt es sich definitiv, jeden Monat etwas mehr zu bezahlen, aber am Ende nicht auf 1.000€ sitzen bleiben zu müssen.

Wenn Sie als Absicherung den zweifachen Satz gewählt haben, sind Sie in der Regel aber auf der sicheren Seite. Die Erfahrung hat gezeigt, dass in weniger als 5% der eingereichten Rechnungen – bei einigen Posten – der dreifache Satz abgerechnet wurde.

Wenn Sie sich über unseren Hundeversicherung Vergleich entschieden haben, welche Hundeversicherung für Sie am ehesten in Frage kommt, finden Sie im Anschluss eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Versicherungsangebote und können bequem einsehen, welcher Satz der Gebührenordnung für Tierärzte versichert ist!

Share Button
War dieser Artikel für Sie verständlich?
[Total: 2 Average: 1.5]